Inspiration - Wo habe ich so nochmal hingelegt?

HIER FINDET IHR TRICKS UND KNIFFE ZUR INSPIRATIONSFINDUNG

29. August 2017

Nein, sie liegt nicht unter dem Sofa verschollen oder zwischen dem Haufen Klamotten der noch gewaschen werden muss.

Oder doch?

Vermutlich ist sie sogar direkt vor Eurer Nase, nur greift ihr nicht zu.

Also, woher nehmen Autoren nun ihre Ideen?

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Es gibt kein Handbuch dafür, aber ich kann Euch eine kleine Hilfestellung dafür geben.

 

Einer der wichtigsten Punkte vorweg, damit keine Idee verloren geht:

Sobald Euch eine Idee anspringt, schreibt sie auf!

Es gibt keine guten oder schlechten Ideen. Eine Idee ist eine Idee.

Man kann sie später immer noch weiter entwickeln. Die Ideenschnipsel haben immerhin kein Mindesthaltbarkeitsdatum, wie die Milch im Kühlschrank.

 

Sammelt Eure Ideen!

Ob ihr Eure Ideen in einer Word-Datei sammelt, oder in einem kleinen Buch, oder auf Notizzetteln in einem Schuhkarton, ist völlig egal.

Ihr müsst damit zurecht kommen. Es soll nur nicht verloren gehen und griffbereit sein, wenn die Sammlung gebraucht wird.

Mittlerweile habe ich solche Sammel-Dokumente für jede meiner Geschichten angelegt.

Ob ich alle Ideen je verwende, sei dahin gestellt, aber falls mir einmal die Puste beim Schreiben ausgeht, gehe ich meine Stichpunkte durch und finde einen Anhaltspunkt, wie ich die Geschichte fortführen kann.

 

Es gibt etwas, was Autoren gerne machen.

Ich nenne das Kopfkino.

Gerade während einer Autofahrt (als Beifahrer) oder einer Zugfahrt bietet es sich an. In erwähnter Hängematte geht das natürlich auch. Handy aus und vor sich hin träumen.

Lass deinen Gedanken freien Lauf. Jede Geschichte und jeder Charakter neigt dazu, sich zu verselbstständigen, man muss sie nur lassen.

Vielleicht fängst du damit eine schöne Szene für deine Geschichte ein, oder dir kommt dadurch überhaupt eine Idee zu einem Buch.

Gefällt dir die Szene besonders gut, setz dich am Abend hin und schreibe sie auf!

 

Jetzt gibt es was auf die Ohren!

Nein, keine Ohrfeige, sondern Musik. Besonders beim Kopfkino bietet sich die passende Musik an, um die Atmosphäre noch zu unterstreichen. Durch Musik kann man richtig tief in die Geschichte eintauchen, ohne von den lauten Nachbarn oder den hupenden Autos auf der Straße genervt zu werden.

 

Wenn man in einer Geschichte oder einem Artikel feststeckt, oder einem gar die Idee für einen Roman fehlt, dann gibt es nur eines:

Wende dich vom Schreiben ab und anderen Dingen zu!

Wenn der Kopf oder das Herz nicht will, du gestresst bist, oder einfach keine Lust hast, vielleicht jetzt viel lieber in der Hängematte auf dem Balkon liegen möchtest, dann mach das.

Erzwingen kann man keine Idee, jedenfalls keine guten.

 

Inspirationsquellen gibt es unzählige, also greif danach.

Lies Bücher, die dich schon lange interessieren.

Bücher sind eine geradezu sprudelnde Quelle an Ideen. Das heißt nicht, dass du ein Buch kopieren sollst. Aber es gibt immer kleine Details, Charaktere, Szenen, die einem besonders gut gefallen.

Seien es nur die roten Haare der Hauptfigur, das freches Grinsen oder der Tick, die Zahnbürste alltäglich auszukochen.

Spiele mit diesen Möglichkeiten, deinen Plot oder deinen Protagonisten auszubauen.

 

Das Gleiche funktioniert mit Serien und Filmen, nur besser.

Als Zuschauer wissen wir die meiste Zeit nicht, wie sich der Charakter in dieser Folge/Film fühlt.

Da fängt unser Gedankenspiel an. Schnapp dir einen Charakter und frage dich, wie er sich bei dieser oder jener Szene fühlt.

Wenn es passt, schnappt dir einen der Filmcharaktere, die dir besonders gut gefallen und pack sie in das Setting von deiner Geschichte.

Das bringt immer frischen Wind in den Plot und dich auf neue Ideen.

 

Oft genügt schon ein Bild.

Es gibt unzählige davon auf Künstlerseiten im Internet, wie Deviantart oder Pinterest.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Umgekehrt bedeutet das, durch ein Bild entsteht manchmal ein ganzer Roman.

Bilder können Euch auf die besten Ideen bringen.

Versucht es! Sucht Euch ein Bild, das Euch besonders beeindruckt und schreibt eine Kurzgeschichte dazu. Vielleicht wir diese Geschichte dann länger, als ihr ahnt.

 

Wenn alle Stricke reißen, gibt es noch ein gutes Mittel, seiner Inspiration auf die Sprünge zu helfen. Man überlässt das Ganze jemand anders!

Oder, besser ausgedrückt:

Such dir eine Person zum Quatschen!

In der Unternehmerwelt nennt man es Brainstorming, ich dafür mein allabendliches Ritual mit einem Autorenkollegen.

Man teilt seine Ideen mit jemand anders, der dadurch wiederum auf Ideen kommt und dich selbst auf Ideen, vielleicht sogar DIE Idee bringt.

 

Und vergesst nicht den wichtigsten Punkt:

Zeit zum Schreiben finden!

Irgendwann werdet Ihr noch vor Ideen flüchten müssen. Hat man den Dreh erst einmal heraus, dann vermehren sie sich, wie Kaninchen und man wird sie nie wieder los!

In diesem Sinne, Tippmannsheil… oder Schreibauf…

Wie auch immer, ich hoffe, ich konnte Euch damit eine kleine Hilfestellung leisten.

 

Welche Inspirationsquellen habt Ihr?

Hinterlasst mir einen Kommentar! Ich bin neugierig, wo Ihr Eure Ideen findet.

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