MEINE SCIFI-BÜCHER

DEKADEN-SPEZIES


Die Geschichte ist zu 90 % fertig und wird jetzt von vorn korrigiert.

Als Erstlingswerk eignet sich eher ein einzelner Band, anstatt ein Mehrteiler. Daher streiche ich lieber überflüssige Szenen und verpacke die Geschichte in einem Band.

Sobald ich die Geschichte durch korrigiert habe, gehts auf Verlagssuchen und in diesem Zuge wird dann gleich nochmal korrigiert.


Genre: SciFi - Dystopie - Space Opera - Romanze

 

Inhaltsangabe:

 

 

Sie ist todkrank. Sie kämpft ums Überleben. Sie ist der Schlüssel für eine neue Zukunft.

 

Iuna befindet sich auf einem Außeneinsatz, als die Zerstörer sie gefangen nehmen. Jene Wesen, die einst die zahlreichen Heimatwelten vernichteten und seitdem die Galaxie tyrannisieren.

Doch anstatt den Tod zu finden, beginnt eine Jagt durch die Weiten des Alls.

Iuna kämpft nicht nur mit ihren unfreundlichen Gastgebern, rätselhaften Visionen und unkontrollierbaren Mächten, sondern auch mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit, Hass und Liebe.

 


30 Fragen an meinen Antagonisten

Oberhaupt Naarad Rantanen aus Dekaden-Spezies

 

#LoveMyVillain

 (Liebe meinen Schurken)

 

1. Vollständiger Name und Spitzname, falls vorhanden.

"Da meine Schöpferin es für eine gute Idee hält, hierbei teil zu nehmen, beantworte ich die Fragen gerne:
Mein Name lautet Naarad Rantanen.
Meine Bindungspartnerinnen nennen mich gerne Eb Vahin, was in der menschlichen Sprache salopp übersetzt so viel bedeutet, wie ´mein Herz´."

 

2. Alter, Geburstag, Herkunft

"Ich bin 1265 Standartjahre alt, was in menschlichen Maßstäben ungefähr 84 Jahren entspricht. Meine Spezies wird nicht geboren, aber meine Existenz begann am 9015.28.48. So wie jeder meiner Art, begann auch meine Existenz auf dem Mutterplaneten Adur."

 

3. Wo wohnst du? Wo wurdest du geboren?

"Seit über 200 Jahren lebe und arbeite ich entweder auf meinem Schiff, der NVS Virsait oder auf dem einzigen Rückzugsort für meine Spezies, der Raumstation Proog Rovnik, auf der sich auch die meisten meiner Familienmitglieder befinden.
Es ist typisch menschlich anzunehmen, dass jedes Lebewesen automatisch geboren wird. Dieses beschränkte Denkvermögen ist lästig. Ein Wunder, dass die Menscheit es sogar bis ins Weltall geschafft hat. Wenn man die kurze Lebensdauer dieser Primaten bedenkt..."

 

4. Bist du ein Mensch, Elf, ein Vampir oder gehörst du einer selbst ausgedachten Rasse an?

Wie der geneigte Leser schon an der zweiten Frage hätte erkennen müssen, bin ich KEIN Mensch, Adur bewahre!
Ich gehöre zu einer der ältesten raumfahrenden Rassen an: den Haghazz.
Wir haben Welten bereist und die ersten Kriege geschlagen, als ihr Primaten noch mit nacktem Arsch auf Bäume geklettert seid.

 

5. Beschreibe dich selbst. Größe, Körperbau, Haare, Augenfarbe.

„Bei Adur, mit einem Bild könnte ich mir viel Zeit ersparen, aber da es sich hier um ein Interview handelt, bleibt mir nichts anderes übrig.“ Schnaubt missbilligend.
„Dass schon, mein lieber Naarad, aber hier handelt es sich zum einen um eine schriftliche Challenge und zum anderen kann ich bei weitem nicht so gut zeichnen, um deinem stattlichen Aussehen gerecht zu werden.“
Ein gefährliches Lächeln bildet sich auf seinen Lippen.
„Ich wusste nicht, dass wir uns duzen, Schöpferin, und du findest mich stattlich?“
„Ja also… doch… schon… irgendwie…“
„Das hätte ich jetzt nicht erwartet. Du siehst auch ganz… hübsch aus.“
Ein Moment des Schweigens entsteht. Ein Wunder, dass ich den Kaffee vor lauter Überraschung nicht ausspucke: „Ich dachte, du hast kein Interesse an Menschen. So wie du Iuna behandelst.“
„Wie ich schon mehrfach erwähnt habe, ist es nichts persönliches, was Iuna betrifft. Ich habe mich in den letzten Jahrhunderten vor dem Krieg nur wenig mit Menschen befasst, aber vielleicht sollte ich es wie die Mogva handhaben und einen von ihnen als Haustier halten.“
„Wow, und ich dachte, ich entdecke gerade deine nette Seite. Zurück zum Thema!“
Rantanen seufzt.
„Wenn es sein muss…
Was meine Größe betrifft, bin ich Durchschnitt. Nicht zu groß und nicht zu klein, was bedeutet, dass ich die meisten Menschen um eine Kopflänge überrage.
Ich besitze zwei Arme, zwei Beine, einen Rumpf und einen Kopf, dass waren auch schon alle Ähnlichkeiten mit einem Menschen. Meine Art besitzt ein Exo-Skelett, dass man als feine Linien auf der Haut zu erkennen vermag.
Dazu besitzt jeder Haghazz drei Zehen und drei Finger, mit jeweils kurzen Krallen.
Haare haben wir keine, wie nebenbei bemerkt, die anderen mir bekannten raumfahrenden Arten auch nicht. Anzunehmen, dass jede andere intelligente Spezies seinen eigenen Vorstellungen ähnelt, ist wieder einmal typisch menschlich, aber ich schweife ab.
Meine Augen besitzen ein dunkles Violett und angesichts meines Alters verteilen sich viele dunkle Flecken auf meinem Gesicht und der Haut, die ursprünglich von einem schwarz, bis zu einem rötlichen braun gefärbt war.
Dazu kommen flach anliegende Ohren und eine kaum sichtbare Nase.
Das Gesicht wirkt gerade bei männlichen Haghazz sehr kantig und hart, bei weiblichen Haghazz wesentlich weicher.
Wir, also auch ich, besitzen keine äußeren Geschlechtsmerkmale, außer die nach hinten gezogenen Hornplatten auf dem Kopf, auf die jeder heranwachsende männliche Haghazz sehr stolz ist.“

 

6. Hast du Narben oder sonstige unveränderliche Merkmale?

"Nein."
"Das war sehr ausführlich, danke."
Rantanen wirft mir einen missbilligenden Blick zu: "Was kann ich dafür, dass Menschen eine so empfindliche Haut haben, dass sie bei jeder Kleinigkeit Narben davontragen? Ich wiederhole mich ungerne, aber wir besitzen ein Exoskelett und unsere Haut ist deutlich widerstandsfähiger, als eure."
"Also hast du dich nie verletzt?"
"Natürlich. Mehrmals sogar. Muss ich jetzt auch noch erwähnen, dass wir technologisch so fortschrittlich sind, dass wir die meisten Verletzungen ohne Narbenbildung heilen können?"

 

7. Nenne uns deine Stärken und Vorlieben.

„Meine Stärken sind eindeutig meine Erfahrung, in so ziemlich jeder Hinsicht. Umsonst gehöre ich nicht auch zum Ältestenrat (Regierung der Haghazz). Zielstrebigkeit, Sorgfalt und Geduld, gehören ebenfalls dazu.
Meine Vorlieben… (summt nachdenklich vor sich hin) Toebb-Tee (der sehr bitter ist), dazu ein gutes Lichtspiel (die Haghazz-Version eines Kinos, dass während es läuft auch Eindrücke wie Gerüche oder Wärme wiedergibt) und eine Bindungspartnerin neben mir im Sandbett.“

 

8. Was sind deine Schwächen und Ängste?

„Manchmal sind meine Stärken auch meine Schwächen. Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, dann will ich es erreichen, ohne auf irgendetwas oder jemanden Rücksicht zu nehmen.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, vieles zu hinterfragen und vielem zu misstrauen. Oft mag es richtig sein, manchmal vielleicht auch falsch. Aber weder erkenne ich es, noch würde ich es einsehen.

Angst habe ich vor dem Versagen, dann, wenn ich meine Lieben und mein Volk nicht schützen, Geschehnisse nicht kontrollieren kann.“

„Danke, für deine Ehrlichkeit, Rantanen.“

„Was soll das heißen? Ehrlichkeit? Ich habe nur den Text auf dem Zettel abgelesen! Was steht da überhaupt? Kann mir das jemand übersetzen?!“ Verschwindet aus dem Aufnahmestudio und schreit eine der Praktikantinnen an.

 

9. Hast du Hobbys?

„Früher, vor dem Krieg, lebte ich mit meiner Familie auf einem Planeten. Ich habe es immer sehr genossen in dem Meer hinter unserem Heim zu tauchen. Es gehört zu der Natur der Haghazz sich im Wasser wohler zu fühlen, als an Land. Wir haben viele Wettbewerbe und Spiele veranstaltet. Zusammen mit den anderen benachbarten Familien oder den Jungen. Sandbilder unter Wasser zu malen, kann auch sehr entspannend sein oder sich einfach nur von der Strömung treiben zu lassen.“

 

10. Hast du ein besonderes Talent?

„Ich kann sehr vertrauenerweckend sein. Oder sehr überzeugend.“ Grinst gefährlich.

 

11. Wer sind deine Eltern? Wie ist das Verhältnis zu ihnen?

„Da ist sie wieder, die Überheblichkeit von euch Primaten anzunehmen, dass jeder von seinen Eltern großgezogen wird.“ Schnaubt verächtlich. „Meine Eltern heißen Dolsan Entayta und Rushali Rantanen. Soweit ich weiß, arbeitete meine Mutter in der Geschäftsleitung eines Terraforming-Konzerns. Meinem Vater gehörte ein Frachtschiff, was die neu gebildeten Kolonien belieferte. Da ich sie nach dem Krieg nicht auf Proog-Rovnik angetroffen habe, nehme ich an, sie sind tot.

Mein Verhältnis zu meinen Eltern ist wie bei jedem anderen Haghazz auch, sehr distanziert.

Sie gehören schließlich nicht zu meiner Familie, wie meine Geschwister und meine Bindungspartner.

Wir wachsen die ersten 100 Jahre auf Adur auf, bis wir soweit entwickelt sind um an Land atmen zu können. Auf Adur lernen wir von den anderen, meist älteren Haghazz-Familien oder den sehr alten Haghazz, die es sich in den letzten Jahrzehnten ihres Lebens zu ihrer Aufgabe gemacht haben, die Jungen zu unterstützen. Oft werden auf Adur die ersten festen Freundschaften zu anderen Haghazz (außerhalb seiner Geschwisterfamilie) geknüpft, denen man später eine Bindungspartnerschaft anbietet, um mit einigen von ihnen Nachwuchs zu bekommen.

Aber, da Adur im Krieg zerstört wurde, wie unsere anderen Kolonien auch, gab es über viele Jahrzehnte lang, keine Möglichkeit dazu.“

 

12. Hast du Geschwister? Falls ja, verstehst du dich mit ihnen?

„Meine 68 Geschwister sind meine Familie. Natürlich verstehe ich mich mit allen. Wir sind zusammen aufgewachsen und haben gemeinsam allerlei Schwierigkeiten überwunden. Sie gehören immer zu meiner Familie, auch wenn ich sie über viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte nicht mehr gesehen habe.“

 

13. Gruppierung – Gehörst du zu einer bestimmten Gruppierung? Rebellen, Regierung, Magiergilde, düsterer Kult?

„Ich gehöre zu der Regierung der Haghazz – in doppelter Hinsicht.
Zum einen befehlige ich ein militärisches Schiff und zum anderen bin ich seit der Gründung von Proog-Rovnik vor wenigen Jahrzehnten ein Mitglied des Ältestenrats.“
(Zum Ältestenrat gehören nur Haghazz die über 1000 Jahre Lebenserfahrung haben und für diesen Posten gewählt wurden.)

 

14. Wie lebst du? Beschreibe, wie es dort aussieht.

„Die meiste Zeit verbringe ich auf meinem Schiff, der NVS Virsait. Mein Quartier ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Der vordere Bereich ist mein Arbeitsbereich und für private Unterredungen mit meinen Untergebenen gedacht. Es gibt dort einen niedrigen Tisch mit einem großzügig angelegten Sandbett darunter. Am Tisch arbeite ich auch gerne mit meinem Terminal oder trinke Tee. In dem Raum befindet sich noch eine kleine Küchenzeile, damit ich nicht für jede Kleinigkeit mein Quartier verlassen muss. An den Wänden sind Projektionsflächen angebracht, auf denen ich bis vor wenigen Jahren Bilder meiner zerstörten Heimatwelt sehen konnte. Irgendwann konnte ich jedoch den Anblick nicht mehr ertragen. Mittlerweile zeigt es die Weite des Alls, einen Mond, einen Gasriesen oder eine Sonne. Es spiegelt besser meine innere Leere, bei dem Gedanken, dass meinem Volk keine Alternativen mehr hat.

Der hintere Teil meines Quartiers ist meiner Familie vorbehalten – sofern sich jemand von ihnen auf meinem Schiff befindet. Es gibt dort ein großes Sandbett und Aufbewahrungsmöglichkeiten für meine Kleidung. In der Mitte des Raums steht eine ovale Wanne, die stets mit frischem Wasser versorgt wird. Um die Hälfte der Wanne stülpt sich eine Wasserwand, mit einigen rotblättrigen Pflanzen. Zumindest erweckt sie den Anschein einer Unterwasserwelt.

In der Unterkunft auf der Raumstation Proog-Rovnik lebt der größte Teil meiner Familie. Unser Bereich ist dank dem Platzmangel auf der Station spärlich bemessen, wirkt aber auf Menschen dennoch sehr groß. Es gibt eine Wanne im Zentrum, die die Ausmaße eines kleinen Schwimmbeckens hat, aber in Anbetracht meiner Familiengröße, die über 200 Haghazz (die Kleinen nicht mitgezählt) beträgt, ist es winzig. Es gibt Gemeinschaftsbereiche, in denen wir miteinander kochen und Essen, lachen und faulenzen. Es gibt dort sogar ein großes Sandbett auf dem oft die Jüngeren schlafen und es gibt kleinere Abteilungen, in die sich Haghazzpartner zurückziehen können um allein zu sein. Auch dort befinden sich Sandbetten, Arbeitsbereiche, kleine Tische und Aufbewahrungsmöglichkeiten. Auf Menschen wirkt unsere Unterkunft wie ein Labyrinth. Aber was soll man schon von einer Spezies erwarten, die sich nur einen Partner sucht und höchstens drei Junge bekommen?“

 

15. Ordnungsfreak oder Chaot?

„Alles und jeder hat seinen Platz, auch wenn manchmal die Einsicht zu fehlen scheint. In diesem Fall helfe ich gerne nach.“

 

16. Arbeit/Schule – Wo arbeitest du? Gefällt dir dein Job? Wie kamst du dazu?

„Ich arbeite für das Militär der Haghazz, seit ich 375 Jahre alt bin. Auf diese Idee gekommen bin ich, weil sich meine älteste Schwester dafür entschieden hat. Viele unserer Geschwister sind uns damals gefolgt und noch mehr sind dank dieser Entscheidung gestorben.
Ob es mir gefällt? Möglich, dass es mir als junger Haghazz gefallen hat. Das Abenteuer, die Macht…
Mittlerweile weiß ich, dass jeder Schritt der letzte sein kann. Ich sehe es nicht mehr so naiv und das Abenteuer verliert seinen Reiz. Aber die Macht erweckt dennoch eine gewisse Zufriedenheit in mir.“

 

17. Sozialer Rang – Wie angesehen bist du? Bekommst du viel Anerkennung?

„Als Mitglied des Ältestenrats bin ich, was den sozialen Rang angeht, sehr weit oben. Es gibt niemanden, der noch über uns steht. Man bringt den Ältesten den größtmöglichen Respekt entgegen.
Dazu gehört unter anderem eine angemessene, achtvolle Begrüßung. Jeder hat den Anweisungen eines Ältesten ohne Zweifel oder Widerworte Folge zu leisten und keinen Wiederspruch zu geben.
An nichts davon halten sich dieser menschliche Affe oder Dr. Szimas, der es eigentlich besser wissen müsste.“ Grummelt irgendetwas unverständliches vor sich hin.

 

 

18. Hast du Freunde? Wie eng sind deine Freundschaften?

„Bei uns sind Freundschaften und Familie das selbe. Haghazz, die einem wichtig sind – und dabei spielt es keine Rolle ob man mit demjenigen nun Nachwuchs zeugen oder nur sein restliches Leben lang befreundet sein will - trägt man eine Bindungspartnerschaft an. Dabei spielt weder das Geschlecht, noch der soziale Status oder das Alter eine Rolle.
Ja, ich habe Freunde. Viele und auch gute Freunde.
Zu meinen besten Freunden gehört Dr. Enar Majir, der der Bindungspartner einer meiner Schwestern ist und seit vielen Jahrzehnten mit mir zusammen auf Schiffen dient. Mittlerweile leitet er die Krankenstation auf meinem Schiff und hat ebenfalls eine leitende Position auf Proog-Rovnik.
Ansonsten zählt Bequir noch zu meinen engsten Vertrauten. Er ist meine Dritte Hand, im menschlichen Sinne mein Erster Offizier auf dem Schiff. Aber die Dritte Hand bedeutet mehr, sie geht über die schlichte Pflichterfüllung eines Soldaten hinaus. Er ist meine dritte Hand, sozusagen ein Teil von mir.“

 

19. Beziehung – Hast du einen Freund oder eine Freundin, einen Ehepartner? Eine Affäre? Mehrere Affären?

„Ich musste mir erst einmal die Bedeutung einer Affäre erklären lassen – verstanden habe ich es immer noch nicht genau. Vermutlich fehlt mir schlicht das beschränkte Gehirn eines Primaten…
Ich habe mehrere Bindungspartner, darunter auch Partnerinnen. Mit einigen davon habe ich im Laufe meines Lebens Nachwuchs bekommen. Jede von ihnen hat mich eine Zeit lang im Leben begleitet, bevor uns die Umstände oder persönliche Gründe wieder voneinander weg geführt haben. Aber wir achten und lieben einander über die Zeit und den Raum hinweg.“
„Wow, das war wirklich schön!“
„Ich habe nur einen Satz aus dem Bindungspartnerschwur zitiert.“
„Ich weiß, aber du klingst dabei richtig romantisch. Hätte ich dir nicht zugetraut.“
Rantanen kratzt sich unbehaglich über den Hornkamm: „Danke.“

 

20. Häufige Orte – Wo trifft man dich am ehesten an?

„Auf meinem Schiff, bei meiner Familie, in den Arbeitsräumen des Ältestenrats auf Proog-Rovnik und im Tank.“
„Könntest du letzteres bitte genauer ausführen? Für unsere menschlichen Mitleser.“
„Wozu?“
*seufz*

Nachtrag: Der Tank befindet sich auf der Raumstation Proog-Rovnik. Er ist die einzige Tauchmöglichkeit der Haghazz. Ein riesiger Wassertank mit Sandbecken, Unterwassertiere und Pflanzen und die frisch geschlüpften Jungen können sich dort ungestört entwickeln.

 

21. Kraft – Hat du besondere Kräfte? Beherrschst du vielleicht sogar Magie oder Ähnliches?

 „Nein.“

 

22. Kannst du bestimmte Dinge besser, als andere?

„Den Überblick über eine Situation bewahren.  Mir nicht von Ängsten die Sicht vernebeln lassen. Schwere Entscheidungen treffen, zu denen sich andere nicht durchringen können.“

„Du spielst auf die anderen Mitglieder des Ältestenrats an, oder?“

„Kein Kommentar.“

„Aber...“

Rantanen steht auf und geht.

 

23. Kontrolle – Bist du ein Kontrollfreak oder lässt du die Dinge auf dich zukommen?

„Beides. Was ich kontrollieren kann versuche ich auch zu kontrollieren, aber vieles kann auch nicht kontrolliert werden und es passiert. Also lasse ich manche Dinge auch auf mich zukommen.“

 

24. Gibt es ein Erlebnis, das dich prägte?

„Der Tod meiner ältesten Schwester. Ich habe ihn mit angesehen und konnte es weder verhindern, noch sie retten. Es hat mir zum ersten Mal in meinen jungen Jahren meine Sterblichkeit vor Augen geführt.“

 

25. Wie bist du aufgewachsen?

„Sicher und mit einem festen Platz inmitten meiner Geschwister. Ich habe viel gelernt von meinen älteren Geschwistern und von den alten Haghazz auf Adur. Es war wohl sehr… wie sagen Menschen? Behütet. Vieles, was danach kam, hat mir verdeutlicht, dass das restliche Leben nicht so sicher verlaufen wird.“

 

26. Wie stellst du dir deine Zukunft vor?

„Meine letzten Jahrhunderte möchte ich nicht im Krieg und auf einem Raumschiff verbringen. Nur, wie es scheint, bleibt mir keine andere Wahl. Im besten Fall finde ich eine Lösung und eine neue Heimat für mein Volk. Dann können wir die Beine wieder im Sand ausstrecken und uns von den Wellen eines Meeres tragen lassen.“

 

27. Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?

Lacht auf: „Lass die Finger von zu viel V'zhiteol.“

Kurze Anmerkung am Rande: V'zhiteol sind kleine Wassertierchen die eine Substanz absondern, die auf Haghazz wie eine Droge wirken.

 

28. Wie lautet deine Lebensphilosophie?

„Ich gehe meinen Weg.“

 

29. Wenn du eine Sache an dir ändern könntest, was wäre es?

„Bei Adur, ihr könnt Fragen stellen! Das einzige, was ich im Moment an mir ändern würde, wäre mein Alter. Einige Jahrhunderte jünger zu sein hat durchaus seine Vorteile, aber auf meine Erfahrung möchte ich dabei nicht verzichten.“

 

30. Was bringt dich zum Lachen? Lachst du überhaupt?

„Natürlich lache ich. Meine älteste Schwester hat mich oft zum Lachen gebracht. Sie hatte einen sehr trockenen Humor. In manchen meiner Geschwister erkenne ich diesen Humor wieder. Und die Jungen bringen mich manchmal zu lachen, mit ihrer albernen, unvoreingenommen Art.“

 


Kommentare: 0